Beschaffung für Kitas: Welche Kriterien bei Spielzeug, Hygiene, Papier und Ausstattung wirklich wichtig sind

06.09.2026
von Werkstudentinnen
Bunte Holzbausteine in Blau, Rot, Gelb und Grün auf warmem Holzuntergrund — Metapher für Beschaffungsentscheidungen in Kitas — includo Ratgeber — Illustration erstellt mit KI

  • Gute Kita-Beschaffung beginnt mit dem Einsatzzweck: Ist ein Produkt sicher, geeignet und praktikabel? Danach können Langlebigkeit sowie konkrete ökologische und soziale Kriterien in die Auswahl einfließen.
  • Das LBV-Projekt „Kita im Aufbruch" zeigt, dass bewusste Beschaffung häufig schon vor dem Neukauf beginnt: vorhandene Materialien aufbrauchen, weiterverwenden, tauschen oder reparieren (LBV, April 2026).
  • Bei Spielzeug empfiehlt die Verbraucherzentrale, auf das GS-Zeichen zu achten. Das CE-Zeichen ist gesetzlich vorgeschrieben, aber keine unabhängige Produktprüfung (Verbraucherzentrale, April 2026).

Wer für eine Kita einkauft, muss sehr unterschiedliche Anforderungen zusammenbringen. Ist das Spielzeug sicher? Ist das Bastelmaterial für die Altersgruppe geeignet? Vertragen Kinder und Mitarbeitende ein Hygieneprodukt? Wie viel Papier wird regelmäßig benötigt? Wie lange hält eine Anschaffung? Dazu kommen ökologische und soziale Fragen. Das macht Kita-Beschaffung anspruchsvoller als eine einfache Suche nach dem vermeintlich „nachhaltigsten" Produkt. Je nach Produktgruppe zählen andere Kriterien. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Kitas und Träger bei typischen Beschaffungsentscheidungen achten können.

In diesem Beitrag erfährst du:

Was gute Beschaffung in einer Kita leisten muss

"Sicherheit, Eignung und Alltagstauglichkeit sind keine Kriterien, die durch ein Umwelt- oder Sozialsiegel ersetzt werden können."

Ein Produkt für eine Kita sollte zunächst seinen Zweck erfüllen. Danach lohnt sich der genauere Blick: Wie lange lässt sich das Produkt nutzen? Kann es repariert oder nachgefüllt werden? Welche Materialien wurden eingesetzt? Gibt es nachvollziehbare Umweltmerkmale oder soziale Standards? Welche Nachweise oder Siegel beziehen sich tatsächlich auf diese Eigenschaften?

Einen guten Praxisrahmen dafür liefert das LBV-Projekt „Kita im Aufbruch". Es wurde im April 2026 zum zweiten Mal mit der Nationalen Auszeichnung „Bildung für nachhaltige Entwicklung" des BMBF und der Deutschen UNESCO-Kommission geehrt. Zwischen 2020 und 2026 erreichte das Projekt nach Angaben des LBV 27 Kitas, 346 pädagogische Fachkräfte und 2.260 Kinder in Bayern (LBV, April 2026). Aus den Erfahrungen ist eine eigene Handreichung entstanden. Darin wird Beschaffung nicht als isolierter Einkauf betrachtet, sondern als Teil des gesamten Kita-Alltags.

Vor dem Kauf: Brauchen wir überhaupt etwas Neues?

"Eine der einfachsten Fragen steht ganz am Anfang: Müssen wir wirklich neu kaufen?"

Die LBV-Handreichung empfiehlt unter anderem, vorhandene Materialien zunächst aufzubrauchen, Möglichkeiten zur Wiederverwendung zu nutzen und Tauschlösungen zu prüfen (LBV, Materialien für die Praxis). Gerade bei Spielzeug, Büchern, Bastelmaterial oder Ausstattung kann deshalb vor einer Bestellung gefragt werden: Lässt sich das Vorhandene weiterverwenden? Kann etwas repariert werden? Gibt es geeignete Rest- oder Gebrauchtmaterialien? Können Materialien innerhalb des Trägers oder mit anderen Einrichtungen geteilt oder getauscht werden? Erst danach beginnt die eigentliche Produktauswahl. Das ist auch organisatorisch hilfreich: Weniger unnötige Neuanschaffungen bedeuten weniger Produkte, die bewertet, bestellt, gelagert und später entsorgt werden müssen.

Spielzeug: Sicherheit kommt zuerst

"Bei Spielzeug ist die Sicherheitsprüfung besonders wichtig. GS und CE sind dabei nicht dasselbe."

Die Verbraucherzentrale empfiehlt beim Kauf, auf das GS-Zeichen „Geprüfte Sicherheit" zu achten. Das Zeichen wird im Zusammenhang mit einer unabhängigen Prüfung verwendet und zeigt an, dass die geprüften gesetzlichen Anforderungen an Sicherheit und Schadstoffe eingehalten werden (Verbraucherzentrale, Stand 21. April 2026). Das CE-Zeichen hat eine andere Funktion: Es ist bei Spielzeug gesetzlich vorgeschrieben, und Hersteller beziehungsweise Importeure erklären damit die Konformität mit einschlägigen EU-Anforderungen. Eine unabhängige Prüfung ersetzt das CE-Zeichen jedoch nicht.

Wie relevant eine sorgfältige Auswahl sein kann, zeigt ein von der Verbraucherzentrale aufgegriffener Test der Stiftung Warentest: Von 54 bei Online-Plattformen gekauften Spielzeugen wiesen 30 mechanische Sicherheitsmängel auf, teilweise kamen Schadstoff- oder elektronische Mängel hinzu (Verbraucherzentrale, 2026).

Für Kitas ergibt sich daraus eine sinnvolle Reihenfolge: Passt das Spielzeug zur Altersgruppe? Gibt es kritische Kleinteile? Ist es stabil und sauber verarbeitet? Sind notwendige Kennzeichnungen vorhanden? Gibt es eine unabhängige Prüfung wie das GS-Zeichen? Erst danach kommen Langlebigkeit, Material sowie konkrete ökologische oder soziale Merkmale. Bei textilem Spielzeug kann beispielsweise GOTS ein relevanter Nachweis sein, der unter anderem Anforderungen an Biofasern und Sozialstandards in der textilen Verarbeitung stellt. Ein solches Siegel ersetzt aber auch hier nicht die Prüfung, ob das konkrete Spielzeug für die Altersgruppe und den vorgesehenen Einsatz geeignet ist.

Papier und Bastelmaterial: Ähnlicher Bedarf, unterschiedliche Kriterien

"Nicht pauschal 'nachhaltiges Papier', sondern konkret: Recyclingpapier mit ausgewiesenem Blauem Engel."

Papier gehört zu den regelmäßig benötigten Produkten vieler Einrichtungen. Der LBV nennt Recyclingpapier mit Blauem Engel ausdrücklich als Beschaffungsoption. Für entsprechend zertifizierte grafische Papiere verlangt der Blaue Engel den Einsatz von 100 Prozent Altpapier und stellt weitere Anforderungen an die Herstellung (Blauer Engel). Damit lässt sich sehr konkret beschaffen. Nicht pauschal „nachhaltiges Papier", sondern Recyclingpapier mit ausgewiesenem Blauem Engel.

Passenden Bürobedarf mit konkret ausgewiesenen Produktmerkmalen findest du bei includo. Prüfe dabei je Produkt, welche sozialen oder ökologischen Eigenschaften tatsächlich ausgewiesen sind: Nachhaltiger Bürobedarf für Einrichtungen

Kopier- und Druckerpapier für Einrichtungen: Kopierpapier und Druckerpapier

Bei Bastelmaterial gelten teilweise andere Anforderungen. Klebstoff, Farben, Modelliermassen, Gips oder Naturmaterialien werden unterschiedlich verwendet und können deshalb nicht nach einer einheitlichen Checkliste beurteilt werden. Ein konkretes Beispiel: Auf sichere-kita.de wird unter Bezug auf einen Hinweis der Verbraucherzentrale NRW davor gewarnt, Modellgips zum Abformen von Körperteilen zu verwenden, weil bei der Reaktion des Materials große Hitze entstehen und es zu schweren Hautverbrennungen kommen kann (sichere-kita.de, basierend auf Verbraucherzentrale NRW, April 2026). Auch ein scheinbar alltägliches Bastelprodukt hat also einen konkreten Einsatzzweck und eigene Sicherheitshinweise. Erst Alters- und Nutzungseignung prüfen, danach ökologische oder soziale Auswahlkriterien ergänzen.

Hygiene und Reinigung: Auf den konkreten Einsatz schauen

"Nicht die gesamte Produktgruppe pauschal bewerten. Die Merkmale des jeweiligen Produkts prüfen."

Auch Hygieneprodukte lassen sich nicht sinnvoll allein über einen allgemeinen Nachhaltigkeitsbegriff auswählen. In einer Kita können unter anderem relevant sein: vorgesehener Anwendungsbereich, Hautverträglichkeit, sichere Anwendung und Dosierung, Hygieneanforderungen, Verbrauch, Lieferfähigkeit, Verpackungsform und vorhandene Umweltkennzeichnungen. Großgebinde oder Nachfüllsysteme können je nach Produkt und Verbrauch dazu beitragen, Verpackungsaufwand zu reduzieren. Ob sie für eine konkrete Einrichtung sinnvoll sind, hängt aber von Verbrauch, Lagerung, Dosierung und Produkt ab.

Hygiene- und Verbrauchsprodukte bei includo: Hygienebedarf für Einrichtungen. Die Seite ist nicht speziell für Kitas aufgebaut. Deshalb sollte bei jedem Produkt separat geprüft werden, ob es für den vorgesehenen Einsatz geeignet ist und welche Eigenschaften konkret ausgewiesen sind.

Möbel und Ausstattung: Lebensdauer mitdenken

"Ein niedriger Anschaffungspreis allein sagt wenig darüber aus, wie wirtschaftlich eine Entscheidung über mehrere Jahre ist."

Bei Möbeln und größerer Ausstattung lohnt sich ein längerfristiger Blick. Für Kitas und Träger können beispielsweise folgende Fragen relevant sein: Ist das Möbelstück für die vorgesehene Nutzung stabil genug? Lässt es sich gut reinigen? Können einzelne Teile repariert oder ersetzt werden? Gibt es Ersatzteile? Wie intensiv wird das Produkt genutzt? Welche Materialien wurden eingesetzt? Gibt es konkrete Nachweise zu ökologischen oder sozialen Eigenschaften? Langlebigkeit und Reparierbarkeit können damit sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus Ressourcensicht wichtige Auswahlkriterien sein. Welche Gewichtung sinnvoll ist, hängt vom konkreten Produkt und Einsatzbereich ab.

Textilien und Stoffspielzeug: Was sagt ein Siegel tatsächlich aus?

"Nicht nur fragen, ob ein Produkt ein Siegel trägt, sondern was dieses Siegel tatsächlich bestätigt."

Gerade bei Textilien gibt es viele Siegel, die aber nicht automatisch dieselben Fragen beantworten. Ein Label kann sich auf Schadstoffe beziehen, ein anderes auf Biofasern und ein weiteres zusätzlich auf soziale Anforderungen in der Lieferkette. Die Verbraucherzentrale nennt den Global Organic Textile Standard (GOTS) als relevantes Siegel für Textilien. GOTS-zertifizierte Textilien müssen je nach Kennzeichnungsstufe einen festgelegten Anteil zertifizierter Biofasern enthalten; zudem gelten Anforderungen für die Weiterverarbeitung und Sozialstandards (Verbraucherzentrale, 2026). Ein Umweltmerkmal belegt dabei nicht automatisch soziale Produktionsbedingungen. Und ein Sozialstandard sagt nicht automatisch etwas über sämtliche Umwelt- oder Sicherheitsmerkmale eines Produkts aus.

Soziale Kriterien: Eine zusätzliche Auswahlperspektive

"Die soziale Herkunft eines Produkts ersetzt weder Sicherheitsanforderungen noch einen Nachweis ökologischer Eigenschaften."

Neben Sicherheit, Eignung, Qualität und ökologischen Eigenschaften können Kitas und Träger auch soziale Kriterien in ihre Beschaffung aufnehmen. Dabei kann beispielsweise relevant sein: Welche Sozialstandards werden nachgewiesen? Wird ein Produkt von einem Sozialunternehmen hergestellt? Ist ein Inklusionsbetrieb beteiligt? Stammt eine Leistung aus einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)? Gibt es nachvollziehbare Informationen zur konkreten Herstellung? Die Zusammenarbeit kann eine soziale Dimension der Beschaffungsentscheidung darstellen, wenn die betreffende Struktur und Leistung nachvollziehbar beschrieben werden kann. Ein Produkt aus einer WfbM, einem Inklusionsbetrieb oder einem Sozialunternehmen ist aber nicht allein aufgrund des Anbietertyps automatisch „nachhaltig".

Mehr dazu, wie soziale Nachhaltigkeit über reine Umweltfragen hinausgeht: Was soziale Nachhaltigkeit bedeutet

Wer entscheidet: Kita oder Träger?

"Kriterien einmal sinnvoll definieren. Dann muss nicht jede Einrichtung dieselbe Recherche immer wieder leisten."

Nicht jede Einrichtung kann jedes Produkt frei auswählen. Je nach Trägerstruktur können Rahmenverträge, zentrale Einkaufssysteme oder festgelegte Produktkataloge bestehen. Genau deshalb ist die organisatorische Ebene so wichtig. Die LBV-Handreichung nennt als mögliche langfristige Maßnahmen unter anderem eigene Beschaffungskriterien sowie elektronische Produktkataloge, über die Bestellungen auch trägerweit organisiert werden können. Bei Spielzeug können Sicherheit und Altersgruppe an erster Stelle stehen. Bei Papier kann ein Umweltzeichen wie der Blaue Engel relevant sein. Bei Hygieneprodukten zählen Anwendung, Verbrauch und konkrete Produkteigenschaften. Bei Lieferanten können ergänzend soziale Kriterien hinzukommen. So wird aus einem allgemeinen Ziel eine nutzbare Beschaffungslogik.

Beschaffungs-Checkliste für Kitas und Träger

"Es geht nicht darum, dass jedes Produkt bei allen Punkten perfekt abschneidet. Die Checkliste hilft, die für die jeweilige Produktgruppe relevanten Fragen bewusst zu stellen."

  • Brauchen wir das Produkt wirklich neu, oder lässt es sich aufbrauchen, reparieren oder weiterverwenden?
  • Ist das Produkt für den konkreten Einsatzzweck und die Altersgruppe geeignet?
  • Welche Sicherheitsanforderungen gelten für diese Produktgruppe?
  • Wie langlebig, reparierbar und im Alltag praktikabel ist es?
  • Welche ökologischen Eigenschaften sind bei diesem Produkt tatsächlich relevant?
  • Welche sozialen Kriterien möchten wir zusätzlich berücksichtigen?
  • Welche Siegel, Zertifikate oder anderen Nachweise gibt es und was bestätigen sie genau?
  • Passen Preis, Verbrauch, Lieferbarkeit und gegebenenfalls Lagerbedarf zum Kita-Alltag?
  • Können geeignete Kriterien auf Trägerebene standardisiert werden?

Gemeinsam können Kitas und Träger Beschaffung bewusster gestalten und bei passenden Produkten soziale oder ökologische Kriterien nachvollziehbar einbeziehen. business.includo.net

Fazit: Gute Kita-Beschaffung braucht keine Einheitsformel

"Nicht nach dem pauschal 'nachhaltigsten' Kita-Produkt suchen, sondern bei jeder Produktgruppe die Kriterien prüfen, die tatsächlich relevant und belegbar sind."

Die Erfahrungen aus „Kita im Aufbruch" zeigen, wie unterschiedlich Veränderung im Alltag aussehen kann. Manchmal bedeutet sie, vorhandene Materialien länger zu verwenden. Manchmal Recyclingpapier einzuführen. An anderer Stelle können andere Reinigungs- oder Hygieneprodukte, andere Spielmaterialien oder neue Beschaffungskriterien sinnvoll sein. Die wichtigste Erkenntnis ist deshalb nicht, dass Kitas pauschal „nachhaltige Produkte“ kaufen müssen. Gute Beschaffung fragt bei jeder Produktgruppe nach den Kriterien, die tatsächlich relevant und belegbar sind. Sicherheit und Eignung stehen dabei immer dort vorne, wo sie entscheidend sind. Danach können Langlebigkeit, Ressourcenaspekte, konkrete Umweltmerkmale und soziale Kriterien die Auswahl ergänzen.

Bei includo findest du unterschiedliche Produkte für Einrichtungen. Je nach Produkt werden soziale oder ökologische Merkmale produktbezogen ausgewiesen. So können Kitas und Träger prüfen, welche Artikel zum eigenen Einsatzzweck und zu den eigenen Beschaffungskriterien passen: business.includo.net

Eine umfangreiche kostenlose Praxishilfe für Kitas bietet außerdem die LBV-Handreichung „Auf dem Weg zur nachhaltigen Kita": lbv.de — Materialien für die Praxis

FAQ

Worauf sollte ich beim Spielzeugkauf für die Kita achten?

Zuerst auf Sicherheit: Alterseignung, Kleinteile, Stabilität, Verarbeitung und das GS-Zeichen als Hinweis auf eine unabhängige Prüfung. Das CE-Zeichen ist gesetzlich vorgeschrieben, aber keine unabhängige Produktprüfung. Danach kommen Langlebigkeit, Material sowie konkrete ökologische oder soziale Merkmale.

Was ist der Unterschied zwischen GS-Zeichen und CE-Zeichen bei Spielzeug?

Das GS-Zeichen steht für „Geprüfte Sicherheit" und setzt eine Prüfung durch eine zugelassene unabhängige Stelle voraus. Mit dem CE-Zeichen erklärt der Hersteller beziehungsweise Importeur die Konformität mit den einschlägigen EU-Vorgaben. CE ist bei Spielzeug gesetzlich vorgeschrieben, aber kein unabhängiges Prüfzeichen (Verbraucherzentrale, April 2026).

Welches Papier eignet sich für die Beschaffung einer Kita?

Für Büro-, Kopier- und Druckanwendungen kann Recyclingpapier mit Blauem Engel eine gut nachvollziehbare Option sein. Entsprechend zertifiziertes grafisches Recyclingpapier besteht aus 100 Prozent Altpapier und muss weitere Vergabekriterien erfüllen. Entscheidend bleibt, dass die jeweilige Papiersorte für den vorgesehenen Einsatz geeignet ist.

Wie kann eine Kita ihre Beschaffung stärker an Umwelt- und Sozialkriterien ausrichten?

Der erste Schritt kann bereits vor dem Kauf liegen: Vorhandenes aufbrauchen, weiterverwenden, reparieren oder tauschen. Bei Neuanschaffungen sollten zunächst Einsatzzweck, Sicherheit und Eignung geklärt werden. Danach können produktspezifische Umweltmerkmale, soziale Kriterien sowie geeignete Siegel und Nachweise in die Entscheidung einfließen.

Sind Produkte aus WfbM oder Inklusionsbetrieben automatisch nachhaltig?

Nein. Die Zusammenarbeit mit einer Werkstatt für behinderte Menschen, einem Inklusionsbetrieb oder einem Sozialunternehmen kann eine soziale Dimension der Beschaffung darstellen. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass ein konkretes Produkt auch bestimmte ökologische Eigenschaften besitzt oder insgesamt als „nachhaltig" bezeichnet werden kann. Diese Merkmale sollten separat und produktbezogen geprüft werden.

Müssen Kitas ihre Beschaffung selbst organisieren?

Das hängt vom jeweiligen Träger ab. Manche Einrichtungen verfügen über eigene Entscheidungsspielräume, andere arbeiten mit zentralen Vorgaben, Rahmenverträgen oder Produktkatalogen. Die LBV-Handreichung empfiehlt, Beschaffungskriterien auf organisatorischer beziehungsweise trägerweiter Ebene zu verankern.

Quellen zum Artikel


Die im Artikel verwendeten Bilder wurden mithilfe generativer KI erstellt.

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